Jule in Südafrika



 




8. Bericht

 

01.03.2012 – 31.03.2012

 

Der März war ein langer Monat, ich habe allerdings auch sehr viel erlebt. Angefangen hat der Monat mit einem sehr schönen Trip in die Cederberge. Wir haben uns einfach an einem Freitag morgen zu zweit in ein Auto gesetzt und sind die Westküste hochgefahren. Das schönste ist einfach, dass man wieder die Weite des Landes spüren kann, wenn man aus der Kapstadt Region hinaus fährt. In den Cederbergen hat man, außer ein paar Häuschen hier und da, einfach nur Natur, und ab und zu ein Auto. Kaum geteerte Straßen machen die Durchfahrt zum echten Abenteuer. Ich hatte das Gefühl, gar nicht mehr weiterfahren zu wollen, einfach stehen bleiben und alles vergessen. Sehr bekannt sind die Cederberge für ihren Rooibos. Rooibos, auch Rotbusch wird meistens für Tee benutzt, aber auch in zahlreichen Kosmetikartikeln. Als Tee soll er angeblich gegen alles helfen. - Schmecken tut er jedenfalls hervorragend.

 

 

Neben den wenigen Autos auf den Straßen haben wir ungewöhnlich viele Menschen zu Fuß laufen sehen. Freitag morgen sind uns eine Menge Jugendliche in ihren Schuluniformen aufgefallen, die wohl auf dem Weg in die nächste größere Stadt waren. Wir sind auch durch kleine Dörfchen gefahren, in denen es außer einem Mini–Supermarkt und einer Kirche sonst nichts gab. Das bedeutet für die Kinder und Jugendlichen, dass sie sehr viel früher aufstehen müssen, als es bei uns in Deutschland der Fall war, um pünktlich in der Schule zu sein. Dies ist mal wieder ein Punkt, in dem ich mein privilegiertes Leben zu Hause zu schätzen weiß. Zu Hause kam einfach jeden Morgen ein Bus der mich in die Schule brachte oder ich bin sogar selber gefahren. In diesem Punkt sind auch unsere Kinder im Kinderheim ziemlich privilegiert, sie werden auch jeden Morgen in die Schule gefahren oder müssen nur 2 Minuten bis zur Primary School oder 10 Minuten zur High School gehen.  

 

 

Im Moment haben wir allerdings Ferien, Osterferien. Diese sind 2 Wochen lang. In der ersten der beiden Wochen waren alle Child Care Worker bei einem Training. Somit haben wir, die Volontäre, ihre Aufgaben übernommen. Unsere Aufgabe war es zu gucken, dass alle Kinder etwas essen, ihre Zimmer aufräumen, baden und das Haus sauber machen. Natürlich waren wir auch für die Freizeit der Kinder verantwortlich. Ein Programmpunkt war das Mixen von alkoholfreien Cocktails. Die Kinder hatten dabei großen Spaß und die Ergebnisse waren lecker. Ich war in dieser Woche an vier Tagen mit einer weiteren Volontärin für die Teenage Girls verantwortlich. Nach anfänglichen Zweifeln, haben wir nun unsere Arbeitstage gut erledigt. Es war für uns eine große Herausforderung uns gegenüber den Mädels zu behaupten, besonders was das Reinigen des Hauses angeht und die Essenszeiten. Sauber machen hat an sich gut funktioniert. Wenn die Küche im Chaos war habe ich zuerst einmal das Fernsehkabel und die Film-DVDs eingeschlossen. Das war immer ein gutes Druckmittel. Wir konnten dann auch durchsetzen, dass wir alle zusammen am Tisch essen und nicht vor dem Fernseher. An unserem letzten Arbeitstag waren die Mädchen ziemlich aufgedreht und zickig, doch sie haben ohne nochmalige Erinnerung ihr Mittagessen genommen und sich an den Tisch gesetzt. Ansonsten gab es keine größeren Diskussionen. Was allerdings nicht ganz so gut lief war die Zusammenarbeit mit den Social Workers die auch noch arbeiteten. Unser Social Worker sollte uns eigentlich unterstützen. Doch sie hat es vorgezogen sich die Mädchen zu Freundinnen zu machen und wenn es dann ums sauber machen ging war sie nicht aufzufinden. Da wir uns auf den Kampf ums sauber machen nicht eingelassen haben war es dann nun mal nicht sauber. Allerdings habe ich den Mädchen gesagt, dass es mit schmutziger Küche auch kein Abendprogramm gäbe, was in diesem Fall Cocktails sein sollten. Somit wurde dann doch geputzt. Jetzt im nach hinein habe ich das Gefühl, dass die am Anfang doch recht zickigen Kids uns jetzt auch respektvoll gegenüber treten. Auch wenn wir „nur Volontäre“ sind, nehmen sie unsere Ratschläge und Anweisungen ernst.


 

 

Ansonsten kann ich sagen, dass es jetzt zu Hause zeitweise wärmer ist als bei mir in  

Afrika. Der Winter ist nicht mehr weit und der Sommer hat sich schon so gut wie verabschiedet. Es ist jetzt zwar wieder kälter und nasser, aber jetzt werden endlich die Pflanzen wieder grün und die Blumen fangen bald an zu blühen.Winterliche Grüße, Eure Juliane

 

Wer mir finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.V., zu überweisen.

Kontonummer:1 0000 4464

Bankleitzahl:520 604 10

Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm

 

Wenn es jemanden gibt, der Bastelmaterialien hat und sie nicht mehr braucht, kann er sie mir auch gerne schicken. Die Mädels und ich würden uns über alles freuen.Vielen Dank!!!!  

Meine Adresse, über Briefe freue ich mich nämlich auch:

Volunteer Juliane Lamm

1 Churchstreet

7550 Durbanville

Western Cape

South Africa

 

 

 

 



7. Bericht  

 

01.02.2012 – 29.02.2012

 

So, der närrische Monat ist vorbei. Von Karneval und Fasching habe ich hier unten im Süden fast gar nichts mit bekommen. Nur der eine oder andere Volontär, der mit Heimweh auf die Berichte der daheim gebliebenen Narren reagierte. Ich muss sagen, ich habe es nicht vermisst. War mal ganz angenehm so ohne „Helau“ und „Alaaf“!

 

Ich habe statt dessen eine neue Leidenschaft entdeckt: das Gucken von Sonnenunter-gängen an verschiedenen Orten. Das erste Mal war ich mit zwei weiteren Volontären in Durbanville unterwegs. Wir wollten auf einen Berg hinauf laufen um dann dort die Sonne zu sehen. Als wir dann oben ankamen, standen wir vor einer Mauer aus Villen und konnten die Sonne nicht sehen. Dann wurden wir jedoch von einem netten Mann in sein Haus eingeladen um die Sonne von seinem Balkon aus zu sehen. Ehrlich gesagt haben wir uns in diesem Haus etwas unwohl gefühlt, da es für uns ungewöhnlich ist, bei fremden Menschen einfach eingeladen zu werden. Aber sie waren sehr herzlich zu uns und haben uns erzählt, dass sie auch ein Kind von uns sponsern. Einen weiteren Sonnenuntergang haben wir uns am Strand angesehen. Dort hatten wir eine sehr schöne Sicht auf die untergehende Sonne, mit Table Mountain im Hintergrund.  

 

 

Ein sehr bekannter Platz für Sonnenuntergänge ist der Signal Hill in Cape Town. Dies ist ein Hügel auf den man mit dem Auto bis hoch fahren kann. Dort haben wir einmal während eines Picknicks die letzten Sonnenstrahlen genossen.  

 

Bis April gibt es in Kirstenbosch im botanischen Garten Sunset Concerts. Dort saßen wi rauf einer großen Wiese und hatten auch unser Picknick dabei. Allerdings sind wir aufgefallen, weil wir leider keinen Designer Picknick Rucksack und auch keine Sektglashalterungen dabei hatten. Diese Veranstaltung ist eher für die „bessere“ Schicht der Gesellschaft.  

 

Neben der Freizeitbeschäftigung Sonnenuntergänge zu bewundern, habe ich auch im Children's Home weiterhin viel zu tun. Ich habe jetzt mein eigenes Projekt. Es entwickelt sich zu einem Girls Club, so dass die Mädels eine Gruppe haben, wo sie unter sich sein können. Eigentlich war das die Perlen Gruppe, aber ein Teil der Kinder hat mehr Spaß mit anderen Dingen als mit dem Auffädeln von Ketten, sodass ich sie dazu auch nicht zwinge. Eigentlich sollen die gebastelten Dinge auch verkauft werden um dann neue Materialien zu erwerben. Ich finde es aber auch schön wenn ab und zu ein Kind das Gebastelte mitnehmen kann um es jemandem zu schenken oder um es selbst zu behalten. Ich würde gerne viele verschiedene Sachen mit ihnen basteln und mit unterschiedlichen Materialien arbeiten, aber an diese Materialien dran zu kommen ist recht schwierig. Es wollen zwar viele mit mir kooperieren, aber im Endeffekt kann ich mich dann doch nicht drauf verlassen. Aber ich bleibe dran und gehe allen auf die Nerven, bis ich meine Materialien zusammen habe. Ich hoffe, dass ich eine südafrikanische Volontärin als Unterstützung bekommen. Dann ist es mit den Materialien nicht allein meine Verantwortung. Es ist trotzdem eine gute Erfahrung wirklich selbstständig für eine Sache verantwortlich zu sein. Und ich denke, dass ich den Mädchen eine schöne Zeit machen kann, wenn es dann alles klappt. Ich denke, dass es auch für die Mädchen wichtig ist, mal unter sich eine Aktivität auszuüben ohne dass ständig die Jungen stören und die Mädchen verunsichern. Viele der Mädchen haben aufgrund ihrer Geschichte ohnehin eine belastete Einstellung gegenüber den Jungen. So, ich gebe nicht auf und versuche etwas schönes für die Mädels aufzubauen.  

 

Was ich ich auch noch machen will, ist öfter mit einigen Kindern etwas unternehmen. Wir haben zum Beispiel zwei Mädchen mitgenommen um eine Volontärin, die im Urlaub war am Flughafen ab zu holen. Es tut den Kindern gut, ab und zu mal das Kinderheim zu verlassen.  

 

Ich wünsche allen einen schönen März! Bis dann,

 

Juliane

 

Wer mir finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.V., zu überweisen.

Kontonummer:1 0000 4464

Bankleitzahl:520 604 10

Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm

 

Wenn es jemanden gibt, der Bastelmaterialien hat und sie nicht mehr braucht, kann er sie mir auch gerne schicken. Die Mädels und ich würden uns über alles freuen.

 

Vielen Dank!!!!

 

Meine Adresse, über Briefe freue ich mich nämlich auch.  

Volunteer Juliane Lamm  

1 Churchstreet

7550 Durbanville

Western Cape

South Africa

 

 



6. Bericht  

 

1. Januar – 31. Januar 2012

 

Nach einem guten Start im neuen Jahr, ging es nach den Ferien im normalen Arbeitsrhythmus weiter. Mit dem Schulbeginn warteten einige spannende Aufgaben aufmich. In der ersten Schulwoche durfte ich einen Jungen zu seinem ersten Tag an der neuen Schule begleiten. Er war für Grade One an einer anderen Schule und ist nun in Grade Two. Am Morgen bin ich ganz früh aufgestanden, habe mir etwas  Ordentliches angezogen und bin zu ihm ins Haus gegangen, um zu sehen ob alles in Ordnung ist und er seine Schulkleidung trägt. Er war schon fertig und ziemlich aufgeregt. In die Schule fuhren wir dann mit dem Children's Home Bussie, zusammen mit den anderen Kindern.Vor der Schule angekommen hat mein Schulkind meine Hand genommen und nicht mehrl osgelassen. Das Ganze war so aufregend! Es war schließlich auch mein erster Tag in dieser Schule. Ich selbst wusste nicht wohin ich gehen muss, um dieses Kind anzumelden. Zum Glück gibt es noch mehr Kinder des Heimes, die diese Schule besuchen. Also hatte ich eine ganze Menge Kinder um mich herum, die mir den Weg zeigten, mich umarmt und mit mir gesprochen haben. Als dann auch ein fremdes Kind kam, um mich zu umarmen, wurde sie von einem meiner Mädchen ganz böse angeguckt.Schließlich sei ich ihre Volontärin. Das war ziemlich schön zu erleben, wie stolz die Kinder in manchen Momenten auf einen sein können. Für die Kinder ist es immer schön, wenn jemand für sie Zeit hat und sie nicht alleine sein müssen, wenn alle anderen Kinder ihre Eltern mitbringen. Natürlich bin ich in dem Fall kein Ersatz für die Mutter, aber eben auch eine wichtige Person im Leben des Kindes.  

 

Ich habe noch ein weiteres Kind in die selbe Schule gebracht, welches ganz neu im Children's Home ist. Ich war einer der ersten Volontäre, der mit ihm gesprochen hat. Allerdings haben wir zwei ein Problem: Er spricht kein Englisch und versteht fast nichts von dem was ich sage. Das ist allerdings ein Ansporn für mich, endlich Afrikaans zu lernen. Im Moment lacht er nur, wenn ich meine wenigen Fetzen Afrikaans einsetze. Ich denke, wir werden beide lernen müssen. Er Englisch und ich Afrikaans. Ich habe ihn zu meinem Toy-Library Kind gemacht, das heißt, wir treffen uns einmal die Woche zur Spiel-Therapie. Somit sehe ich die Chance, im gemeinsamen Spiel miteinander Sprechen zulernen.  

 

Eine weitere schöne und verantwortungsvolle Aufgabe war es vier Kinder zum Sportsday einer Primary School zu begleiten. Gemeinsam mit zwei weiteren Volontären fuhren wir dort hin. Es war sehr schön die Kinder anzufeuern und für sie da zu sein. Allerdings haben wir eins der Kinder verloren. Es war ein Mädchen, das von Anfang an zu ihrer südafrikanischen Volontärin gegangen war. Für mich war das ok gewesen, da ich die Frau kannte und dachte, dass es für das Mädchen wohl schöner sei, bei der Frau zu sein, die sie schon länger als uns kannte. Allerdings kam diese Frau am Ende des Tages mit der Tasche des Mädchens zu uns und meinte, sie wisse nicht wo sich das Kind befinde. Sofort zogen wir los und suchten das Mädchen. Wir waren erfolgreich. Allerdings war es ganz schön stressig, gleichzeitig noch auf die anderen Kinder aufzupassen. Fürs nächste Mal weiß ich dann, dass ich erst konkret die Verantwortlichkeiten klären muss, bevor ich ein Kind aus meiner Aufsicht entlasse.  

 

 

Ansonsten freue ich mich schon auf den Herbst. Die Sonne ist zwar schön und warm, aber an manchen Tagen ist es wirklich zu heiß. Man kann einfach kaum etwas unternehmen. Ich versuche dann viel im windigen Schatten zu sein und reichlich Wasser zu trinken. Im Februar soll’s sogar noch wärmer werden. Unter den Volontären haben wir im Moment große Veränderungen. Viele der Freiwilligen, die mich seit dem Anfang begleitet haben, sind gegangen und viele neue sind angekommen. Jetzt heißt es wieder einen Platz in der neu entstandenen Gruppe zufinden. Also erst einmal Abschied nehmen, aber nicht für immer. Einige werde ich bestimmt wieder sehen. Ich wurde zum Beispiel schon in die Schweiz eingeladen. Aber andere werde ich bestimmt erstmal nicht wieder sehen, es war zwar eine schöne Zeit in Südafrika, aber dann geht doch jeder wieder in sein Leben zurück. Zur Verabschiedung hatten wir eine große Farewell-Party. Zusammen mit Alina, die auch im Office arbeitet, habe ich diese Party geplant. Eingeladen waren alle Mitarbeiter aus den Departements. Auch der Manager des Children's Homes war anwesend. Wir hatten einen Film als Dankeschön für die Volontäre vorbereitet, die uns verlassen und alle wichtigen Staffs hielten eine Rede. Somit wurden die doch wichtigen Menschen im Children's Home gebührend verabschiedet. Ich habe ja noch ein halbes Jahr vor mir, bis ich dann wahrscheinlich im letzten Bericht von meiner Farewell-Party erzähle. Bis dahin werdet ihr jedoch gewiss noch viel anderes von mir hören.

 

Liebe Grüße

 

Juliane

 

Wer mir finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.V., zu überweisen.

 

Kontonummer:1 0000 4464  Bankleitzahl:520 604 10

Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm

 

Meine Adresse, über Briefe freue ich mich nämlich auch.

Volunteer Juliane Lamm

1 Churchstreet

7550 Durbanville

Western Cape

South Africa

 



5. Bericht

 

Dezember 1.12.2011 – 31.12.2011

 

Dezember, der Monat der Ferien. Seit Anfang Dezember haben wir Sommerferien. Viele Kinder sind nach Hause oder zu anderen Familienmitgliedern oder zu Holidayfriends-Voluntäre gefahren. Diese Kindern dürfen nach Hause, wenn überprüft wurde, dass die Kinder für eine gewisse Zeit sicher sind. Der Kontakt zu den Eltern und Berührungspunkte mit zu Hause sind ein wichtiger Punkt im System des Children's homes. Bei den Kindern, die im Heim bleiben müssen, konnten wirnicht sicherstellen, dass sie zu Hause ausreichend geschützt wären oder sie haben keinen Volontär der sie mitnehmen konnte.

 

Da nun in den Ferien nur 20 Kinder hier sind, gab es bereits vor den Ferien eine Weihnachtsparty mit Bescherung. Die Party wurde von Menschen außerhalb desChildren's homes organisiert und finanziert. Es gab eine Hüpfburg, eine Wasserrutsche und Karaoke. Zu Mittag wurde ein Spanferkel gegrillt. Da hatten die Kinder ihren Spaß und keiner blieb der Wasserrutsche fern. An diesem Tag wurden die Hauptgeschenke ausgepackt. Somit, kann man sagen, dass dieser Tag quasi der „Hauptweihnachtstag“ war.

 

Für mich war zu diesem Zeitpunkt noch lange kein Weihnachten, wobei es einige Events bezüglich Weihnachten gab. Es gab ein Christmas Concert bei dem ein Junge aus dem Heim mit zwei Opernsängerinnen Weihnachtslieder gesungen hat. Das war eine sehr schöne besinnliche Veranstaltung bei der am Ende das Publikum auch mitsingen durfte. Es gab dann Lieder wie „Stille Nag, Heilige Nag“ und „O,come, All ye faithful“. Dann wurden für die Volontäre 19 Tickets für ein Konzert gespendet, das in God Tv ausgestrahlt wurde. Diese Musik dort war total super. Es war ein klassisches Streichorchester, das durch eine Big Band Combo ergänzt wurde. Das heißt, neben den Streichern und Holzblasinstrumenten gab es auch noch Trompeten und Saxophone. Und natürlich Trommeln und ein Schlagzeug. Dann wurden von einigen Sängern bekannte Christmas Songs im Jazz Stil gesungen. Zwischendurch wurde immer mal wieder gebetet, auf eine Art und Weise, die mir eher fremd vorkam. Aber es war eine super Stimmung und am Schluss durfte man wieder mitsingen.

 

Am14. Dezember hatten wir unsere Volontär Christmas Party, als Dank für unser Engagement und unsere Arbeit die wir täglich leisten. Eigentlich hatten wir im Orgateam eine Gartenparty geplant. Allerdings hat uns das Wetter im Stich gelassen und es wurde eine Indoor Party. Wir haben dann den ganzen Boden mit Decken und Kissen ausgelegt und schön weihnachtlich dekoriert. Es gab Spielewie „Pass the parcel“ und „Pantomime“. Wir hatten leckeres Essen von der Küche und jeder hat einen Keyring mit dem Kinderheim Logo bekommen. Das war eine schöne Atmosphäre mit gemeinsamem Singen und schöner Klavierbegleitung. Am Heiligabend hatten wir Volontäre ein Weihnachtsessen. Jede Nationalität hat etwas zum Essen vorbereitet. Diesmal konnten wir dann sogar draußen essen und Secret Santa (Wichteln) spielen. Es gab Rösti, Turkey, Semmelknödel, Ente,Kartoffelgratin, Mince Pies, Plätzchen und vieles mehr.  

 

 

 

Am Abend war ich mit drei weiteren Mädels in der Midnight Mass der Anglican Chruch Durbanville. Das war schön weihnachtlich und besinnlich. Ganz im Gegenteil dazu war die Kirche, zu der die Kinder am ersten Weihnachtstag gegangen sind. Ich habe sie begleitet. Es war ein Outing zur Christ Embassy ChurchCape Town. Dies ist eine Pfingstkirche. Für die Kinder war es sehr schön, da sie ganz besonders behandelt wurden. Es gab noch einmal Geschenke und die südafrikanischen Volontäre, die das organisiert hatten, haben sich sehr intensiv um die Kinder gekümmert. Für meinen Geschmack war allerdings diese Kirche nicht so toll. Ich fand die Art und Weise zu beten und die Auffassung des Glaubens etwas seltsam und es gab keine Musik. Auch fand ich es merkwürdig, als einer der Volontäre, ein junger Mann, einem Kind, das eher unruhig ist und auch eine leichte geistige Behinderung hat, die Hand auf die Schulter legte und ständig murmelte. Ich konnte immer nur „Amen“ verstehen. Es kam so rüber, als wollte er das Böse aus ihm austreiben. Ich habe mich sehr unwohl gefühlt.

 

Am zweiten Weihnachtstag sind wir mit ein paar Freiwilligen zum Strand gefahren. Uns fiel sofort auf, dass wir vergessen hatten, dass es Tradition unter den Farbigen ist, eine riesige Party mit Braai und Alkohol am Beach zu machen. Wir waren dann nahezu die einzigen weißen Menschen am ganzen Strand unter tausend farbigen Südafrikanern. Wir hatten auch kein Essen und keinen Alkohol dabei. Alkohol an öffentlichen Plätzen ist ja schließlich sowieso nicht erlaubt. So waren wir die Attraktion des Tages. Die Leute kamen und wollten Fotos mit uns. Beeindruckend war auch das Bild was sich am Wasser bot. 30 Menschen spielen mit einem Wasserball, schreien, quietschen und freuen sich. Als ich dann zum Wasser wollte, um im Meer zu schwimmen, war es eine Herausforderung hinein zu kommen. So viele Menschen am Wasserrand, die sich über die Wellen freuen und darüber,dass jetzt die Weißen ins Wasser gehen. Also wurde ich erstmal nass gespritzt. Als ich dann bis zum Bauch im Wasser war, wollte mich direkt jemand ins Wasser begleiten. Aber ich bin dann aus der Menge raus geschwommen und plötzlich waren wir Freiwilligen wieder alleine. Es stellte sich heraus, dass die meisten Farbigen gar nicht schwimmen können. Das muss ein merkwürdiges Bild gewesen sein: Beach, Menschen, Wasser und dann wir Freiwilligen weiter im Wasser. Das war auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

 

Am 27.12 hatte ich auch noch frei. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sind zu einer Krokodilfarm gefahren. Da habe ich ein Baby-Krokodil auf dem Arm gehabt.Die Haut von Krokodilen fühlt sich ganz weich an. Somit habe ich schöne Weihnachtstage erlebt, die mal ganz anders waren als zu Hause.

 

Dann hatte ich am 30. Dezember meine erste Tagschicht. Es war ein Ausflug zum Strand geplant. Also fuhren wir am morgen mit zwei Bussen, mit mir als Fahrer in dem einen, zum Strand. Es war schönes Wetter und die Kinder hatten Freude am Meer, Sand und an den Muscheln.

 

 

Silvester war dann ebenfalls etwas Besonderes. Ich musste von 7- 14 Uhr Tagschicht arbeiten. Am Abend waren wir dann zum New Year's Eve Dinner in einem Restaurant in Durbanville, es war sehr lecker. Nach dem Essen, um 22 Uhr, sind wir dann nach Kapstadt gefahren. Auf den Straßen war eine Stimmung wie Straßenkarneval. Es gab sogar eine Parade mit Blasmusik und Straßentanz. Aus allen Clubs und Bars dröhnte Musik auf die Straßen und fast alle waren gut gelaunt. Leider nur fast alle, wir haben auch eine Schlägerei beobachten können, die aber schnell wieder auseinander ging. Ich musste auch trotz der guten Laune besser auf Handtasche und Freunde achten. Sehr deutlich konnte ich hier die Armut mancher Menschen sehen, die den Abend nutzen wollten um zu betteln. Ich fühlte mich in manchen Situationen sehr beobachtet und wir wurden auch einige Male angesprochen. Vorsichtshalber haben wir dann einfach die Richtung gewechselt. Somit hatte ich auch an Silvester (am anderen Ende der Welt) schöne Stunden.

 

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr und viel Glück und Gesundheit fürs Jahr 2012!

 

Wer mir finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.V., zu überweisen.

Kontonummer:10000 4464

Bankleitzahl:520604 10

Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm

 

MeineAdresse, über Briefe freue ich mich nämlich auch.

Volunteer Juliane Lamm

1 Churchstreet

7550Durbanville

WesternCape

SouthAfrica



 

 



 



 

 



 

4. Bericht 

November 1.11.2011 - 30.11.2011

Im Moment befindet sich das Kinderheim, somit auch ich, in einer sehr stressigen Phase: Die Vorweihnachtszeit! Das Programm im November bestand hauptsächlich daraus so viele Spenden, in Form von Geschenken, Essen oder Geld, wie möglich einzutreiben. So bin ich zum Beispiel mit ein paar anderen Volontären in einem Einkaufszentrum gewesen, um dort in den Geschäften zu fragen, ob sich das Children's Home um Spenden bewerben kann. Das Fundraising Departement veranstaltet im Jahr immer mehrere Events, um Spender zu gewinnen. Jetzt im November gab es ein sehr großes Event: den „Golf Day“.

 

Beim Golf Day haben alle Golfspieler eine Summe an Geld bezahlt, um spielen zu können. Normalerweise muss ein Golfspieler auch bezahlen, aber an diesem Tag war die Summe höher, sodass das überzählige Geld ans Children's Home ging. Ich saß dann den ganzen Tag unter einem Sonnenschirm auf dem Golf Course und habe die Golfer mit Cooldrinks und Hotdogs versorgt. Da hatte ich sehr viel Zeit das Treiben zu beobachten. Aufgefallen ist mir, dass manche von den Golfern sehr arrogant waren. Die haben noch nicht mal mit uns geredet, sie haben nur verlauten lassen,dass sie gerne etwas zu Essen und zu trinken haben möchten. Andere dagegen waren total nett, und haben uns auch mal einen Abschlag machen lassen. Ich könnte sagen, dass es ein sonniger entspannter Nachmittag war. Was mich allerdings nachdenklich gemacht hat, war die Tatsache, dass viele der Golfer ihren farbigen Taschenträger dabei hatten. Es gab auch reiche farbige Golfer, da ist mir das mit den Taschenträgern nicht aufgefallen. Ich weiß zwar nicht wie viel sie als Träger gezahlt bekommen, aber sie sind bestimmt dankbar, dass sie diesen Job haben. Andererseits fand ich es schon bedrückend, dass diese Männer sich zum Teil nicht getraut haben, für sich auch eine Wasserflasche zu holen. Sie sahen aus als hätten sie Angst vor ihrem Golfer. Ich muss dazu nochmal anmerken, dass es ein richtig warmer Tag war. Wir haben uns dann überlegt ihnen das Getränk einfach direkt anzubieten, dann haben sie es dankend angenommen. Es gab allerdings auch diejenigen Golfer, die für ihre Träger direkt ein Wasser mit geholt haben und auch fragten, ob sie ein Hotdog möchten.

 

Später nach dem Golfen gab es ein Abendessen und eine Versteigerung. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es wurden Gegenstände zu Gunsten des Children's Homes versteigert. Da waren zum einen Glasvasen und Gläser und andere Küchenutensilien, zum anderen gab es signierte Rugby Gemälde und Trikots und einen Einkaufswagen voll mit Müsli und Keksen. Die Versteigerung ging also los. Die Preise für die Gegenstände gingen in die Höhe. Da wurden diese Gläser, die jeder im Supermarkt für 100 Rand kaufen könnte, für mehrere tausend Rand versteigert. Immer wenn die Versteigerung langweilig wurde hat jemand seine ersteigerte Ware zurück in die Versteigerung gebracht. Am lustigsten war dieVersteigerung von diesem Einkaufswagen. Den wollte eigentlich niemand so richtig haben. Aber er wurde auch zweimal versteigert. Am Ende hat einer der Volontäre gefragt, ob wir den Wagen mitnehmen können, fürs Children's Home. Jetzt sind die Müslis in den Esspaketen der Kinder gelandet, die sie über Weihnachten mit nach Hause nehmen. Diese Versteigerung hat sich für die Kinder auf jeden Fall gelohnt. Probleme hatten nur die Golfer. Sie haben alle etwas zuviel Alkohol getrunken, sodass dann am nächsten Morgen die Anrufe kamen um zu fragen, was wer alles gekauft hatte. Aber unterschrieben ist unterschrieben und somit gekauft!

 

Ein weiteres Event war die Schoolleaver Function. Die Schule hört am 9. Dezember auf. Das bedeutet, dass dann alle Schoolleaver das Children's Home verlassen. Also gab es eine Abschiedsparty, bei der die 6 Abschlussschüler nochmal richtig gefeiert wurden. Sie haben eine Kiste mit Erstausstattung für die erste eigene Wohnung bekommen. Es gab Töpfe und Decken und was man sonst noch braucht. Vom Children's Home hat jeder als Erinnerung ein Fotoalbum geschenkt bekommen. Ich hatte die Ehre und durfte diese Alben machen. Jetzt, da alle Examen geschrieben sind, ziehen die Schoolleaver schon um und kommen nur noch ab und zu um sich von allen zu verabschieden.

 

Zu Weihnachten gehört auch, dass man in die richtige Stimmung kommt. Die Kinder haben seit dem 1. November einen Adventskalender und jeden Tag gab es eine Weihnachtsaktion. Entweder gab es etwas Süßes zum Essen, Weihnachtslieder oderein Spaßaktion. Das Kinderheim wurde geschmückt, sodass jedes Haus einen Weihnachtsbaum hat. Täglich kamen Geschenke, die sortiert und den Häusern zugeordnet werden mussten. Auch gab es schon ein Krippenspiel, das die Kinder vorgeführt haben, und viel gemeinsames Singen. Die meisten Kinder freuen sich auf die Weihnachtsferien, weil sie dann nach Hause dürfen. Andere sind traurig, weil sie bei uns bleiben müssen. Da heißt es für uns, den Kindern die Zeit hier so schön wie möglich machen. Es wird viele Outings (Ausflüge) geben und ansonsten Spaß auf dem Gelände. Mehr zu Weihnachten gibt es dann im nächsten Bericht.

 

Ich wünsche allen „Geseënde Kersfees!“ und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bis dann.

Liebe Grüße, Juliane

 

 

Wer mir finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.V., zu überweisen.

Kontonummer:10000 4464

Bankleitzahl:520604 10

Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm

Meine Adresse, über Briefe freue ich mich nämlich auch.

Volunteer Juliane Lamm

1 Churchstreet

7550 Durbanville

Western Cape

South Afrika

 

 



 

 



 

Dies ist der Blog zu meinem Freiwilligendienst in Durbanville bei Kapstadt.

Viel Spaß beim Lesen! 


07. November 2011, 12:57

3. Bericht

Jule in Südafrika

Oktober 1.​10.​2011 - 31.​10.​2011

Mehr als zwei Monate sind nun vorüber. Mir geht es nach wie vor gut in Durbanville. Im letzten Bericht habe ich von meiner neuen Arbeit erzählt. Diese Arbeit macht mir Spaß auch wenn es manchmal echt stressig ist. Ich habe bemerkt, dass meine Arbeit sehr umfangreich ist. Anfangs dachte ich, dass ich nur in dem einen Büro arbeite und Papiere kopiere und einsortiere.


Aber zu meinen Aufgaben gehört die Unterstützung der Koordination der südafrikanischen Freiwilligen. Südafrikanische Freiwillige spielen eine sehr wichtige Rolle im Children's home. Sie übernehmen Aufgaben wie Schulbus fahren, Kinder zu Freizeitaktivitäten fahren, in der hausinternen Bücherei helfen und sie helfen den Kindern bei den Hausaufgaben. Es gibt mehr südafrikanische Freiwillige als internationale. Jeden letzten Dienstag im Monat gibt es eine Info-Session, zu der alle gehen können, die Interesse haben als Voluntär zu helfen. Hier bekommen sie Bewerbungsunterlagen, die sie dann ausfüllen. Meine Aufgabe war es für dieses Meeting alles zu organisieren. Zuerst musste der Raum gebucht werden, dann musste für die Präsentation alles bereit sein. Weiterhin habe ich Mitarbeiter verschiedener Departements gefragt, ob sie auch ein paar Worte sagen wollen, und ob sie Jobs für Freiwillige haben, die man vorstellen sollte. Nach diesen Meetings, wenn die Bewerbungen eingegangen sind, muss ich die Bewerber zu einem Termin einladen. Bei diesem Meeting geht es dann allerdings ausschließlich um Hausaufgabenhilfe, da eben mein Office für die Bildung der Kinder zuständig ist. Diesen Monat habe ich allerdings die Einladungen an die Bewerber des letzten Monats geschrieben. Das war ziemlich gut, ich habe die Emails von meinem Volunteer Emailaccount geschrieben. Somit kamen dann auch die Antworten an mich. Ich denke, dass ich bei dieser Arbeit mein Englisch verbessern kann. Dann war ich auch bei diesem Meeting anwesend und alle die gekommen sind haben gesagt: „Ach du hast uns die Email geschrieben!​“. Bei diesem Meeting wurden die Termine und das jeweilige Kind bestimmt. Dann war wieder meine Aufgabe, in der Woche drauf alle Freiwilligen zu ihren Kindern zu begleiten und sie einander vorzustellen. Die Freiwilligen haben sich dann gefreut mich an der Rezeption zu sehen und dass sie in den ersten Minuten mit dem Kind nicht alleine waren. Für die Kinder ist es sehr wichtig, diese Homwework Volunteers zu haben. Zum einen sind genau das die Menschen, die sie zum Lernen motivieren, und zum anderen entwickelt sich oft zwischen dem Freiwilligen und dem Kind eine Art Freundschaft. Das bedeutet, dass die Kinder dann auch mal am Wochenende zu ihnen nach Hause können, oder man mit ihnen zusammen ein wöchentliches Hobby ausübt, wie Tennis spielen. Das Problem an der Sache ist, dass noch lange nicht alle Kinder einen Homework-Volunteer haben. Wir haben 144 Kinder aber nur 36 Kinder haben einen Homework- Volunteer. Für die Kindern ist es wichtig, dass sich jemand ein paar Stunden die Woche nur um sie kümmert.

Man könnte meinen, diese Kinder leben hier im Paradies. Sie haben alle ihr eigenes Bett und bekommen ausreichend zu essen. Ebenfalls gibt es ein vielseitiges Freizeitprogramm. Was aber den Kindern tief im Herzen fehlt ist das, weshalb sie im Children's Home sind, ihre Eltern, ihre Familien, ihr zu Hause. Als ich Nachtschicht bei den Kleinen im Haus hatte, haben immer zwei Kinder nach ihrer Mutter geweint. Aber sie können nicht bei der Mutter wohnen, weil diese voll und ganz mit ihrem eigenen Leben ausgelastet ist. Jetzt vor Weihnachten haben die Kinder die Möglichkeit gehabt ihre Wünsche und Träume aufzuschreiben. Nahezu jedes Kind träumt davon endlich nach Hause zu dürfen und auch da zu bleiben. Die Kinder bekommen hier zwar alles Materielle und auch Zuwendung, aber ihre Familie können wir nicht ersetzen. Diese Wunschlisten sind auch auf der Homepage zu finden www.​durbanvillekinderhuis.​de.

Wir Freiwillige haben die Möglichkeit während unserer Freizeit ein Projekt im Township zu besuchen. Dort geht es darum den Kindern Freizeitaktivitäten anzubieten. In der Regel wird Fußball gespielt. Diese Kinder leben in Armut, wohnen mit ihren großen Familien in kleinen Hüttchen. Aber das ist nicht der einzige Unterschied zu unseren Kindern im Children's Home. Diese Kinder im Township waren zwar nicht sauber und ordentlich gekleidet, aber sie waren gerne da. Sie haben sich gefreut, wenn ich mit ihnen gespielt habe. Sie wirkten einfach rund um glücklich. Beeindruckend war für mich,​dass sie auch gut aufeinander geachtet haben. Als es dann langsam Abend wurde, haben die Mütter vor den Häusern gewartet und die Kinder sind freudig nach Hause gegangen. Ich werde bei meinen nächsten Besuchen im Township versuchen mehr über das Leben dieser Kinder herauszufinden.







Im Moment finde ich es schwierig mit dieser Armut, dem Fehlen von Familie, umzugehen. Was soll ich einem Kind sagen, das mir sagt, dass es nach Hause zu seiner Mutter will? Vielleicht finde ich bald eine Antwort, vielleicht gibt es aber auch keine Antwort. Ich werde weiter darüber nachdenken. Also dann, bis zum nächsten Bericht.

Liebe Grüße Juliane


Wer mir finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville
unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.​V.​, zu überweisen.

Kontonummer:​1 0000 4464
Bankleitzahl:​520 604 10
Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm


Hier ist auch mal meine Adresse, über Briefe freue ich mich nämlich auch.
Volunteer Juliane Lamm
1 Churchstreet
7550 Durbanville
Western Cape
South Afrika

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


08. Oktober 2011, 22:12

2. Bericht

Jule in Südafrika

September 2011 (01.09.2011 – 30.09.2011)

Nun bin ich schon länger als einen Monat hier. Ich habe mich inzwischen richtig gut eingelebt. Ja, ich kann sagen, dass ich mich sehr wohl fühle. Es hat sich auch einiges getan seit dem letzten Bericht. Ich hatte von anderen zusätzlichen Aufgaben geschrieben, die man als Freiwilliger übernehmen kann. Nun ist es soweit, ich habe auch meine Zusatzaufgaben. Donnerstags ist immer ein Perlenbastelkreis, bei dem ich helfe. Hier konnte ich auch endlich meine Wolle zum Filzen, die ich extra von zu Hause mitgenommen hatte, einbringen. Den Kindern hat das Filzen richtig Spaß gemacht.

Dann nach den Herbstferien startet die Toy Library. Das ist eine spezielle Einzelförderung der kleineren Kinder. Hier betreue ich zwei Kinder, mit denen ich einmal in der Woche bestimmte Tests in Form von Spielen durchführe. Ich kann dann sehen welche Entwicklungsverzögerungen oder -defizite bei dem jeweiligen Kind vorliegen und kann mit dem Kind daran arbeiten, diese Verzögerungen oder Defizite in den Griff zu bekommen.

Dann helfe ich im Computer Room, in den die Kinder kommen, um für die Hausaufgaben etwas im Internet nach zu gucken, oder mit Hilfe von Lernsoftware für die Schule zu lernen. Der Computer Room ist auch Teil meiner neuen Hauptarbeit. Ich arbeite seit Ende September im Office der Schulkoordinatorin. Hier erfahre ich viel über die verschiedenen Schulen und auch über die Hintergründe der Kinder. Das ist für mich auf jeden Fall eine neue Herausforderung, da diese Tätigkeit mit viel Büroarbeit verbunden ist. Hier arbeite ich Montag bis Freitag von morgens 9 Uhr bis nachmittags um 4 Uhr. Die Arbeitszeiten können auch spontan variieren, sodass ich manchmal abends länger bleiben muss, weil eine Veranstaltung oder etwas anderes ist. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Bin erst seit einer Woche auf dieser Stelle und da im Moment Ferien sind, ist auch niemand im Büro. Die Arbeitszeiten der Volontäre sind während der Ferien ebenfalls ganz anders als zu Schulzeiten.

Im September hatten wir drei große Events für die Kinder. Da wurde mir sehr deutlich, dass ich in einem anderen Land und in einer anderen Kultur bin. Ich arbeite hier mit Menschen zusammen, die ein anderes Verständnis vom Leben haben, als ich es bisher kannte.

Zunächst hatten wir den Springball Anfang September. Dafür haben sich alle Mädchen und Jungen herausgeputzt. Sie trugen Ballkleider, hohe Schuhe, Anzüge und die Mädchen hatten sich geschminkt. Es war eine wichtige Veranstaltung für die Kinder. Die Activity Hall wurde geschmückt wie bei einem Abschlussball. Es gab eine Modenschau, es wurde gesungen und ganz viel getanzt. Alle Kinder haben zusammen gehalten. Auch wenn sie sich sonst ab und zu mal zanken, an diesem Abend waren alle wie eine große Familie, weil jeder wollte, dass es ein schöner Abend wird. Es wurde ein schöner Abend, mit der Besonderheit, dass er komplett aus Spenden finanziert war. Die Kleider der Kinder sind gespendet wie auch die Materialien zum Schmücken der Halle.

Das zweite Event war der Sport's Day. Es ist ein Leichtathletik Wettkampf, der jedes Jahr ausgetragen wird. Am Abend vorher, haben sich alle Teilnehmer noch mal getroffen. Bei diesem Treffen wurde vom Trainer ein letztes mal Mut zugesprochen und auf den Teamgeist hingewiesen. Dann ging es los. Die Kinder haben alle Anfeuerungssongs, die sie kennen gesungen. Aber in einer Lautstärke, - das habe ich noch nie erlebt. Dazu haben sie auf Trommeln den Rhythmus geschlagen und wild getanzt. Es war eine Stimmung, als wären wir schon im Stadion. Dann nach einer Viertelstunde wurden alle ganz ruhig, und haben zusammen die Nationalhymne gesungen. Das war einer der rührendsten Momente, die ich hier erlebt habe. Diesen Stolz auf ihr Land, den die Kinder ausdrücken, konnte ich mir vorher nicht vorstellen.
Am nächsten Tag fanden die Wettkämpfe statt. Wir sind mit zwei Bussen zum Stadion gefahren. Die Stimmung im Bus war grandios. Alle haben gesungen und hatten großen Spaß. Auch im Stadion wurden sie nicht müde. Ich dagegen war ziemlich müde, da ich nach der Nachtschicht, ohne Schlaf, direkt mit zum Sports Day gefahren bin. Bei den Wettkämpfen wurden die erfolglosen, wie auch die erfolgreichen Kinder bis zum Schluss angefeuert. Dieses Engagement der Zuschauer und auch der Athleten hatte sich gelohnt: Durbanville hat gewonnen, wie schon die Jahre zuvor.

Das dritte große Ereignis war der Culture Day. Dies war eine Art Fest, auf dem Essen, Schmuck und anderes verkauft wurde. Besucher waren zum Teil Verwandte und Freunde der Kinder, sowie auch Menschen aus Durbanville. Für diesen Tag waren auch die Ideen der Volontäre gefragt. Die Häuser hatten sich jeweils ein Land ausgesucht, zu dem sie etwas vorbereiten wollten. Es gab die Länder Südafrika, Schottland, USA und Deutschland. Deutschland wurde von den Freiwilligen vorbereitet. Also haben wir am Tag vorher Kuchen gebacken und Kartoffelsalat gemacht. Diese sollten dann am Culture Day verkauft werden. Dann haben wir, einige der Freiwilligen noch mit den schottischen Freiwilligen einen Tanz eingeübt und vorgeführt. Es gab die ganze Zeit Musik und die Sonne hat geschienen. Zum Beginn des Festes hat einer der Jungen ein Lied gesungen und ein anderer die Nationalhymne. Anschließend wurde von einem Mädchen ein Gebet gesprochen. Alle Kinder und Mitarbeiter wurden ganz ruhig und haben mitgebetet. Hier wurde mir auch wieder das Nationalgefühl bewusst, genau wie das Verständnis für Religion und die Stellung von Gott im Leben der Kinder.

Religion spielt für fast alle Kinder im Heim eine wichtige Rolle. In einem der Jungenhäuser, gehen alle Kinder selbständig direkt nach dem Aufstehen, also bevor sie sich anziehen oder Zähne putzen, nach unten, um zusammen einen Text aus der Bibel zu lesen. Ohne, dass die Childcareworkerin das angeordnet hätte. Sie hat währenddessen das Frühstück zubereitet. Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, war ich schon ziemlich beeindruckt. Ich könnte mir das in Deutschland so nicht vorstellen. Die Kinder gehen auch jeden Sonntag in den Gottesdienst.

Zu meiner Freizeit kann ich nur sagen, dass ich versuche, so viel wie möglich vom Land zu sehen. Ich verbringe viel Zeit mit den anderen Freiwilligen und gehe ab und zu zum Strand.

Ich bedanke mich fürs aufmerksame Lesen und weiterhin gilt mein Dank allen, die für mich Spenden und an mich denken.

In diesem Sinne bis zum nächsten Bericht!
Liebe Grüße,
Juliane

Wer mir finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.V., zu überweisen.
Kontonummer:1 0000 4464
Bankleitzahl:520 604 10
Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm

Hier ist auch mal meine Adresse, über Briefe freue ich mich nämlich auch.

Volunteer Juliane Lamm
1 Churchstreet
7550 Durbanville
Western Cape
South Afrika

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


07. September 2011, 21:11

1. Bericht

August 2011 (23.08.2011-31.08.2011)


Am 23. August ging es los, um 11.20 h ist unser Flugzeug in Frankfurt gestartet. Nach einer Zwischenlandung in Abu Dhabi erreichten wir mit etwas Verspätung unser Ziel: Kapstadt.

Am 24. August habe ich das Kinderhaus in Durbanville zum ersten Mal betreten. Es ist ein großes Gelände mit mehreren Doppelhäusern. Es gibt Häuser 1 /2 und 5 /6 in denen nur Mädchen wohnen. In den Häusern 3 /4 und 11 /12 leben ausschließlich Jungen. Haus 9 /10 ist das Happy Feet Haus. Hier wohnen die kleinen Jungen und Mädchen von 2 bis 12 Jahren. Dort in Haus 9 ist auch mein Zimmer, das ich mit einer Französin und einer Deutschen teile. Als letztes gibt es noch das „CHILLI“(Care House for Individual Life Lesson Intervention). Hier wohnen die Kinder, die sich schlecht benommen haben. Man kann es als eine Art Strafaufenthalt sehen. Natürlich gibt es auch eine Küche und die Büroräume, die sich in einem weiteren Haus am Haupteingang befinden. Das ganze Gelände ist umzäunt. Man kommt nur durch Tore hinein, die auf Knopfdruck einer Wachperson geöffnet werden. Wie eigentlich bei fast jedem privaten und öffentlichen Grundstück hier in Durbanville sind alle Tore mit Kameras überwacht.

Auf dem Gelände des Kinderhauses gibt es eine große Wiese, einen Spielplatz und auch einen Pool, der wohl erst im Sommer genutzt wird. Eine Activity-Hall, für größere Veranstaltungen befindet sich ebenfalls auf dem Gelände. Am Freitag zum Beispiel findet dort ein Frühlingsball für die Kinder statt. Ich habe mich entschlossen für diese Veranstaltung beim Schmücken des Raumes zu helfen und organisatorische Aufgaben zu übernehmen.

Nun zu meiner Arbeit:
Es ist so, dass es Nacht- und Tagschicht gibt, und einen Wechsel von sogenannten „langen Wochen“, in denen man Montag, Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntag arbeitet, und der „kurzen Wochen“, in der man Mittwoch und Donnerstag arbeitet. Die Nachtschicht geht von abends 9 h bis morgens um 7 h. Die Tagschicht dauert von mittags 13 h bis abends um 9 h. Neben diesen Schichtdiensten gibt es noch viele andere Aufgaben, die von Freiwilligen übernommen werden, zu denen ich aber im Moment noch nichts schreiben kann, weil ich dazu erst später eingeteilt werde.

Ich arbeite im Moment Nachtschicht, das bedeutet ich gehe um 9 h mit einer Decke und einer Tasche mit einer Flasche Wasser, einem mp3-Player, einem Buch, meinem Tagebuch und meinem Notebook bewaffnet in ein mir zugeteiltes Haus. Hier sitze ich dann am Ende eines langen Flures und bin für die Kinder da, denen es nachts nicht gut geht, weil die vielleicht schlecht träumen oder krank werden. Allerdings muss man auch schauen, dass die Kinder, die noch nicht gleich schlafen nur leise reden und die Musik nicht so laut machen. Bei einigen muss man dann in der Nacht die Musik ausschalten, weil sie mit Musik besser einschlafen können. Ich schlafe während dieser Stunden nicht viel. Zum sitzen hatte ich bisher immer einen Sessel. Das heißt ich konnte mich in die Decke kuscheln und versuchen etwas zu schlafen, wobei mich in der Regel das Schnarchen mindestens eines der Kinder wach hielt. Ich nutze die Zeit um Tagebuch zu schreiben, etwas zu lesen und um auch am Notebook zu arbeiten. So ab 1 h versuche ich dann doch ein bisschen zu schlafen. Um 6 h morgens kommen die Child Care Worker. Sie sind sozusagen die Hausmama. In jedem Doppelhaus gibt es 2, da die Haushälften als eigenständige Wohneinheit funktionieren. Dann kann ich fragen, wie ich ihnen helfen kann, also in der Regel nachsehen, ob alle Kinder aufstehen und ihr Bett machen. Um 7 h ist die Schicht vorbei doch bevor ich ins Bett gehen kann, muss ich noch für das Annex, die WG der Freiwilligen, Milch, Toast und Weet Bix (eine Mischung aus Cornflakes und Haferflocken) holen und die Teller der Freiwilligen, die ein Mittagessen aus der Küche haben wollen zur Küche bringen. Dafür hat jeder Freiwillige einen Teller auf dem sein Name steht. Um das Essen abzuholen muss man morgens nach der Schicht durch den Hintereingang in die Küche gehen und dem Küchenchef mitteilen, was man braucht. Wenn dann die Milch im Kühlschrank steht, darf ich schlafen gehen. Morgen bin ich allerdings für Pedestrian Crossing eingeteilt, das heißt: Ich gehe um 7.20 h zum Haupttor, um dort die Kinder über die Straße zu geleiten, selbstverständlich mit Warnweste.

Außer dem Essen aus der Küche und dem Toast usw gibt es auch Donations. Hier spenden die Supermärkte abgelaufene oder fast ablaufende Lebensmittel an die Freiwilligen. Oft ist geschnittenes Obst dabei, das man gut essen kann, Sandwiches, Fertigessen, gemischte Salate, verschiedenes Gebäck und manchmal auch Joghurt. Diese Lebensmittel muss man sorgfältig in Augenschein nehmen, ob sie noch nicht verdorben sind. Alles was einem sonst noch fehlt zum Essen kann man sich dann im Supermarkt vom Taschengeld kaufen. Ich persönlich komme im Moment ganz gut mit dem aus, was ich bekomme. Wasser kann man problemlos aus dem Hahn trinken.

Jeden Tag gibt es ein Meeting mit der Freiwilligenkoordinatorin. Jeden Tag um 12 h kann man zu diesem Meeting gehen. Dort wird besprochen, wer wo und wann seine Schicht macht und man kann sagen, wenn irgendwas nicht gut ist. So habe ich heute auch eine andere Matratze bekommen, da das „Hängemattenfeeling“ für eine Woche genug war :-). Dann gibt es noch eine Supervisorin. Sie ist besonders wichtig am Wochenende. So ist sie direkter Ansprechpartner, wenn zum Beispiel am Wochenende bei der Nachtschicht irgendetwas passiert.. Ansonsten gibt es noch viele andere Mitarbeiter, wie die Mitarbeiter an der Rezeption, die Sekretärin von der
Freiwilligenkoordinatorin, Reinigungskräfte und Hausmeister....

Im Moment arbeite ich Nachtschicht, das heißt ich habe tagsüber viel Zeit, genauso während der kurzen Woche. Wir können also auch ohne Urlaub schon einiges unternehmen. Ich hatte bereits einen kleinen Ausflug zum Table View Beach und war auch schon am Tafelberg. Wir sind auf den Lion's Head geklettert. Nicht ganz, weil ich vorher schlapp gemacht habe. Auch wenn ich nicht ganz oben war, hatte ich dennoch eine fabelhafte Aussicht auf Kapstadt, den Tafelberg, auf das Meer und auf Robben Island. Nach dieser Bergbesteigung waren wir noch kurz in Kapstadt und haben einen Souvenir-Markt besucht auf dem ich ganz viele Dinge hätte kaufen können, wie Schmuck, schöne Tücher und natürlich Handtaschen. Noch habe ich nichts gekauft. Ich denke, dass ich noch genug Zeit haben werde mein Geld auszugeben. In Kapstadt waren wir anschließend in einem Food Bazar etwas Essen. Dort war das Essen lecker, günstig und ausreichend. Am selben Abend war ich auch spontan mit auf einem Braai, das war Grillabend, der zum Abschied eines Freiwilligen von einer Reinigungskraft veranstaltet wurde. Wir sind mit 6 Freiwilligen und Grillfleisch in ein Township in der Nähe von Durbanville gefahren um dort mit der jungen Frau und ihrer Familie den Abschied des Freiwilligen zu feiern. Auf dem Weg dorthin hatte ich ein bedrückendes Gefühl. Ein Unbehagen vor dem großen Unbekannten, Township, von dem ich mir vorzustellen versuchte, was dort so alles passieren könnte,und ich nicht weiß, wie mich richtig verhalte. Dem war aber nicht so. Wir kamen zu einer Hütte, die aus Steinen gebaut war. Sicher, sie war schon klein für die Anzahl der Personen, die dort wohl leben, aber es war nett eingerichtet mit Gardinen, Sofas und viel Farbe. Im Vorgarten stand der Grill, an dem dann gegrillt wurde. Es kam eine richtig gute Stimmung auf, wir haben viel geredet und getanzt. Ab und zu kam noch ein anderer Bewohner des Township vorbei, das war gar kein Problem. Es war eine schöne Erfahrung, zu sehen wie glücklich diese Menschen sein können trotz ihrer sozialen Situation. Am Ende des Abends hatte ich ganz vergessen, dass ich in einem Township war.

In meiner restlichen Freizeit werde ich ins Fitnessstudio gehen. Dort gibt es alle Standardgeräte, einen Swimmingpool, Sauna und Dampfbad, Duschen, und Internet. Es ist etwa 5 Minuten vom Kinderheim entfernt, sodass man schnell hinkommt. Da wir Freiwillige einen Extratarif bekommen ist das für uns auch nicht teuer. Jetzt habt ihr einen ersten Einblick, von dem was ich hier so erlebe und wie es mir geht. Jeden Monat werde ich euch mit einem Bericht wie diesem auf dem Laufenden halten.

Als letztes möchte ich noch einmal meinen Dank an alle richten, die mich finanziell mit Spenden unterstützen, und an alle die an denken. DANKE!

Wer finanziell helfen möchte und meine Freiwilligenarbeit hier in Durbanville unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen eine Spende auf das Spendenkonto meines Trägers, den Sozialen Friedensdienst Kassel e.V., zu überweisen.
Kontonummer: 1 0000 4464
Bankleitzahl: 520 604 10
Verwendungszweck: Spende für Freiwilligendienste des sfd, Juliane Lamm

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


26. August 2011, 20:12

Nach den ersten Tagen

So jetzt bin ich seit Mittwoch hier. Habe gestern bereits meine ertse nightshift gehabt. Das bedeutet ich sitze mit warmen Sachen und einer dicken Decke in einem der Wohnhäuser und passe auf, das jedes Kind in seinem eigenen Bett schläft und auch schläft und nicht irgendwas anderes macht.
Die anderen Freiwilligen sind alle total nett.
Allerdings ist das Wetter etwas frisch kalt und windig!
Durbanville ist ein kleine Stadt mit Ampeln für Fußgänger, die scheinbar nie grün werden :-)
So liebe Grüße
bis demnächst!


22. August 2011, 21:47


Morgen gehts los nach Kapstadt. Um 11:15 h geht der Flieger.


03. August 2011, 15:50


Mein Visum ist da!!
:-)

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


03. August 2011, 13:24

Letzte Vorbereitungen

So, jetzt ist schon August,in 20 Tagen geht es los. :-)

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


16. Juni 2011, 22:36

Vorbereitung

Am 23. August fliege ich nach Kapstadt.
Das erste Vorbereitungsseminar ist schon vorbei. Jetzt heißt es Visum beantragen, letzte Arzttermine ausmachen und den ganzen Papierkram, wie Versicherung usw., klären.
Und natürlich sich mit dem Land Südafrika beschäftigen. Die Spannung wächst.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren

 



 


16. Juni 2011, 22:36
Bearbeiten Löschen

Vorbereitung


Am 23. August fliege ich nach Kapstadt. Das erste Vorbereitungsseminar ist schon vorbei. Jetzt heißt es Visum beantragen, letzte Arzttermine ausmachen und den ganzen Papierkram, wie Versicherung usw., klären. Und natürlich sich mit dem Land Südafrika beschäftigen. Die Spannung wächst.




 






























































































































































 






















































































 
























































































 






































Beim Filzen